Absolut Leer! So fühle ich mich seit ein paar Tagen. Die ersten beiden Wochen diesen Jahres stecken mir in den Knochen und da ich auch noch gesundheitlich angeschlagen bin, kann ich mich derzeit zu nichts richtig motivieren. Gestern endete auch meine Zeit vorne in der alten Dispo, gemeinsam mit einem Arbeitskollegen haben wir alle wichtigen Dinge wieder in unser, altes „neues“ Domizil zurückgebracht, so dass ab Montag das Jugendherbergenfeeling – ohne stinkende Socken – vorbei ist. Morgen kommt auch mein Kollege aus dem Urlaub und dann wird sich alles wieder normalisieren. Das neue Büro ist toll geworden, es wirkt wie ein langer Schlauch und meine Kollegin will es mit ein paar Grünpflanzen wohnlich gestalten. Ehrlich, Blumen fehlen wirklich. Bei meinem alten Arbeitgeber in Waldbreitbach standen überall Blumen und Palmen herum. Ist schon ein anderes Arbeiten – mit mehr Flair und Wohlfühlfaktor. Man darf nicht vergessen, wir verbringen täglich fast elf Stunden in unserem Big Brother Container und da kann ein wenig Auflockerung schon zu einer größeren Motivation beitragen. Die neuen Möbel, die Ausstattung an sich wirkt schon beeindruckt, aber mit Grünpflanzen wirkt alles etwas anders, wohnlicher und lockerer. Ich weiß nicht, ein Leben ohne Grünzeug könnte ich mir nicht vorstellen, ich habe überall in meiner Wohnung Palmen, Kakteen und „fette Henne“ herumstehen. Ich brauche das einfach!

Ich habe endlich auch meinen Termin für die Entfernung des nervenden Weisheitszahn und damit ist auch das Ende der Zahnschmerzen abzusehen. Die eine Woche kriege ich auch noch locker um und dann ist auch dieses Problem hoffentlich Geschichte.

Ein anderes wird mich allerdings weiter beschäftigen: Der Kautionstreit mit meinem ehemaligen Vermieter. Hat er doch den Spieß kurzerhand umgedreht und mir unerfreuliche Post ins Haus geschickt. Damit bin ich mal wieder in meiner Menschenkenntnis bestätigt worden. Gleich vom ersten Tag an war er mir unsympathisch. Erst war er ja nur Mieter und hätte der alte Besitzer mich nicht verarscht und mir versichert, er würde niemals verkaufen, sondern mir von vornherein reinen Wein eingeschenkt, so wäre ich niemals dort eingezogen und hätte weitergesucht. So hätte ich mir sicherlich viel Ärger ersparen können.

Ich habe kein Problem mit Ausländern, meine Kollegen sind ebenfalls anderer Nationalität und ich komme prima mit ihnen aus. Aber ein verschwindender kleiner Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund sorgen durch ihre unmoralischen oder strafbaren Aktionen mit dafür, dass die anderen, die friedlich und gesetzestreu in unserem Land leben, ebenfalls in einem schlechten Licht erscheinen. Auch ich hatte schon mit diesen verschwindenden kleinen Teil zu tun und nun wiederholt schlechte Erfahrungen gemacht. Googelt man unter den Namen meines ehemaligen Vermieters, kann man auch einiges über ihn im Netz finden, was einem zum Augenbrauen hochziehen und Stirnrunzeln veranlasst. Fakt ist aber, solche Menschen kommen weiter, weil sie in ihrem stillen Kämmerlein über den deutschen Michel lachen, der alles mit sich machen lässt und nichts von Werte wie Moral und Anstand halten. Sie haben davon gehört, aber letztendlich anwenden tun sie diese nicht. Sie sind in diesem Fall genauso wie Spekulanten an der Börse, die nur ihren Vorteil sehen, egal was es kostet. Wer dabei auf der Strecke bleibt, ist ihnen letztendlich auch egal. Schicksale interessieren sie einfach nicht! Wie es nun ausgeht, wird nun ein ordentliches Gericht entscheiden, obwohl dort ja schon lange kein Recht mehr gesprochen wird. Manche Rechtsprechung sorgt im Allgemeinen für Kopfschütteln und manchmal fragt man sich, was hat den Richter geritten, solch ein Urteil zu fällen. Denn vor Justitia sind doch eigentlich alle gleich … Eigentlich!

Und dann waren da noch die mysteriösen Anrufe der letzten Wochen. Ein Männerstimme mit ausländischen Akzent ruft in der Firma an, stellt sich als Schmidt vor und lässt sich mit meinen Anschluss verbinden. Gehe ich ran, legt er auf. Manchmal kommt er auch direkt über meine Durchwahl rein, überträgt dabei aber keine Nummer und legt gleich wieder auf, wenn ich mich melde. Da scheint jemand kontrollieren zu wollen, ob ich brav auf der Arbeit bin. Wer das wohl ist? Ich habe da so meinen Verdacht …

In diesem Sinn eine schöne Woche …